Vorfabrizierte Schottertröge

Die Rhätische Bahn besitzt insgesamt knapp 600 Brücken mit einer Gesamtlänge von 15.6 km. Mehr als die Hälfte, nämlich 327 Bauwerke, sind Mauerwerksviadukte, die vor etwa 100 Jahren gebaut wurden und seither in Betrieb stehen. Sie weisen seit einiger Zeit vermehrt Schäden auf, welche durch Regen- und Schmelzwasser verursacht werden. Betroffen sind hauptsächlich die Mauerwerksfugen an den Gewölbeuntersichten.

 

Die Nutzung dieser Bauwerke für ein weiteres Jahrhundert ist nur möglich, wenn das Mete-orwasser dauerhaft von der Tragkonstruktion ferngehalten werden kann. Die Rhätische Bahn hat aufgrund ihres grossen Bestandes von Natursteinviadukten eine Normalbauweise für die Instandsetzung ihrer Viadukte entwickelt. Sie beruht im Wesentlichen auf dem Einbau eines Schottertroges, der die Tragkonstruktion dauerhaft vor Feuchtigkeit schützt. Auf kurzen Bauwerken bis zu einer Länge von 24 m kann ein solcher Schottertrog mit vorfabrizierten Betonelementen in einer einzigen Nachtbetriebspause von 8 – 10 Stunden Dauer auf sehr wirtschaftliche Art eingebaut werden. Seit 2006 wendet die RhB diese Bauweise jährlich bei 3 bis 5 Viadukten an.

 

Bild 1: Schadenmechanismus Mauerwerksviadukte

Schottertröge

Schottertröge

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